Erfahrungsbericht

Erfahrungen sammeln und etwas völlig neues erleben. FSJ und BFD. VKA - Engagement zahlt sich aus.

BFD´ler berichten:

Anonym, Männlich, Mitte Fünfzig: „Ich bin seit einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen Frührentner, in der ersten Zeit viel es mir sehr schwer einen erfüllten Tag zu erleben. Ich fühlte mich nicht mehr gebraucht, so viel es immer schwerer mich zu motivieren und ich wurde von Tag zu Tag depressiver. Durch Zufall bekam ich die Möglichkeit Menschen in einem Seniorenheim zu besuchen. Das gab meinem Leben neuen Schwung und so kam ich auch auf die Idee ein BFD plus zu machen. Nun habe ich wieder eine Aufgabe ich kann Menschen unterstützen und im Gespräch gibt es auch immer wieder neue Impulse für mich persönlich, eine wirklich runde Sache.

Marie – Theres E. 65 Jahre: „Es ist einfach toll aus dem häuslichen Umfeld heraus zu kommen. Man trifft andere Menschen und bekommt ein tolles Feedback für die Arbeitsleistung. Das ist in meinem Alter nicht selbst verständlich. Außerdem fällt der Einstieg in den Ruhestand leichter. Man kann sich voll einbringen und nur eine halbe Stelle machen.

Eine Einrichtungsleitung erzählt: „Es ist nicht immer ganz einfach zu entscheiden, ob man eine BFD/FSJ Stelle ausschreibt. Die Erfahrung zeigt aber, dass es sich immer wieder lohnt; häufig wird aus dem Freiwilligen ein Auszubildender oder ein hauptamtlicher Mitarbeiter. Oder man hat Mitarbeiter aus völlig anderen Arbeitsgebieten kennen gelernt und so erweitert sich auch der Horizont in der Einrichtung. Der Zweig der Freiwilligen Dienste wird an Stellenwert noch weiter zunehmen, da es immer schwieriger wird Menschen zu finden die in Pflege und Betreuung arbeiten möchten oder auch zu den Dienstzeiten, die Pflege und Betreuung vorgeben.

Eine Anleiterin und Ehrenamtskoordinatorin erläutert: „In den Freiwilligen Diensten liegt eine große Kraft die wir nur kreativ und innovativ umsetzen müssen.

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Menschen, die ein BFD oder ein FSJ bei uns absolviert haben, gemacht. Viele junge Menschen haben im Anschluss ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf begonnen oder sogar in unserer Einrichtung ihre Berufsausbildung angefangen. Ich glaube auch, dass die Freiwilligen in der Regel nicht gezwungen werden und so hoch motiviert sind. Wird ein FSJ oder BFD nur als Notlösung begonnen ist die Motivation schon erheblich schwieriger, und doch kann das Feedback umso positiver ausfallen! Absolut wichtig ist, dass Freiwillige im Team integriert sind und Wertschätzung gespiegelt bekommen. Denn wer möchte schon das fünfte Rad am Wagen sein?

Auch ehrenamtliche Mitarbeiter möchten wertgeschätzt werden und nicht als Selbstverständliche abgestempelt sein. Gott sei Dank, gibt es viele Facetten der Ehrenamtsarbeit, so dass für jeden etwas dabei seien kann.

Mein großer Traum ist es immer noch einen Marktplatz für Ehrenamtsaufgaben mal um zu setzen. Hier treffen sich auf der einen Seite die Einrichtungen und Vereine die Ehrenamtliche Aufgaben anbieten. Auf der anderen Seite stehen zum Beispiel auch Firmen die etwas für das Gemeinwohlbeitragen möchten. So kann die Aufgabe der Neugestaltung eines Gartens in einer Pflegeeinrichtung durchaus zum Firmenevent werden. Die Mitarbeiter der Firma gestalten den Garten und im Gegenzug richtet die Einrichtung einen schönen Abschluss Abend mit Buffet aus.

Eine Einrichtung kann auch aus dem ehrenamtlichen Bereich neue hauptamtliche Mitarbeiter akquirieren.

Ich bin sehr froh, dass wir Freiwillige in unserer Einrichtung haben.