Aktuelles

Neugründung des ambulanten Hospizdienstes AchtsamZeit

Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, auf andere Menschen Acht zu geben. Dies gilt in einem besonderen Maße für schwerstkranke und sterbende Menschen. Für sie gründet der Verein katholischer Altenhilfeeinrichtungen im Erzbistum Paderborn (VKA e.V.) den Hospizdienst AchtsamZeit.

Der Leitgedanke,

„Du bist uns wichtig, weil du du bist und wir werden alles für dich tun, damit du nicht nur in Frieden sterben sondern leben kannst bis zuletzt“. (Cicely Saunders)

ist unserem Hospizdienst eine Herzensangelegenheit.

Ziel ist, dass Jeder, unabhängig von Weltanschauung, Religion, Herkunft und Nationalität, seinen letzten Weg selbstbestimmt, in Würde und auf Wunsch gut begleitet gehen kann. Die Mitglieder des Hospizdienstes schenken Zeit in der begrenzten Lebenszeit. Sie begleiten den Sterbenden, unterstützten die Angehörigen und stehen der Organisation zur Seite, zum Wohle des Bewohners. Dabei versteht sich der Hospizdienst AchtsamZeit als eine weitere Ergänzung zu den bereits vorhandenen Versorgungsstrukturen in den Senioreneinrichtungen des VKA. Das Angebot kann bei Bedarf von den Angehörigen oder unseren Bewohnern angefragt werden. 

Für diesen Dienst suchen wir Menschen, die Schwerstkranke und Sterbende und ihre Angehörigen begleiten. Durch ihren Einsatz für andere tragen sie wesentlich dazu bei, dass sich ein Wandel im Umgang mit Menschen in der letzten Phase ihres Lebens vollzieht. Was dieses Engagement für jeden von uns und für die Gesellschaft bedeutet, zeigen die Erfahrungsberichte ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Der Übergang von diesem Leben in das Jenseits ist für jeden Menschen – ganz gleich welcher Religion oder Weltanschauung – ein ganz besonderer Abschnitt. Der Mensch geht auf etwas zu, das er nicht kennt. Gleichzeitig scheint sein Leben an ihm vorbeizuziehen. Beides löst die verschiedensten Gefühle aus. Ich möchten den Menschen in dieser Situation nahe sein, ihnen eine Stütze sein und – soweit es möglich ist – helfen, mit den Gefühlen zu leben.

Sr. Maria Ancilla König, Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe, Paderborn 

 

Was ist „gutes Leben“? Nach meiner Erfahrung besteht es u.a. aus der Fähigkeit sich Balancen zu schaffen soweit das möglich ist. Eine frühe Form war das Ora et labora der Mönche, modisch ausgedrückt nennt man es heute „Work & Life Balance“. Andere heißen „Geben und Nehmen“, „Zuwendung und Rückzug“. Als ehrenamtlicher Begleiter biete ich Interesse, Aufmerksamkeit sowie praktische Hilfe und Einfühlung an. Dennoch bleibt mir genug Zeit für mich selbst. Dazu kommen für mich die vielen Geschenke in Form von wechselnden Erfahrungen aus Teilhabe an menschlichen Schicksalen und Grenzsituationen. Die mögen nicht immer leicht sein, aber sie vermitteln mir wertvolle Klarheit. Diese gedachte „win-win-Situation“ empfinde ich als ungemein bereichernd.

Günter Roggel, Paderborn