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Clara Pfänder und Marienheim unter neuer Trägerschaft

Für Bewohner und Mitarbeiter ändert sich nichts

 Paderborn/Salzkotten. Zum 1. Juli 2018 wird die Marienheim gGmbH, Tochter des Vereins Katholischer Altenhilfeeinrichtungen e.V. Paderborn (VKA), erneut der betriebliche Träger des Altenpflegeheims Clara Pfänder und des Marienheims in Salzkotten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner beider Einrichtungen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu ihrem „alten“ Träger zurückkehren, sind keine Auswirkungen zu erwarten. Sie sind auf der gestrigen Mitarbeitervollversammlung über den Trägerwechsel informiert worden.

Die Gebäude und deren Unterhaltung des Clara-Pfänder-Hauses und Marienheims in Salzkotten obliegen seit Januar 2017 dem VKA. Die Betriebsführung übernahm der Caritasverband im Dekanat Büren e.V. Er wird sich künftig aus der Betriebsträgerschaft und der Quartiersentwicklung rund um das Gelände der Franziskanerinnen an der Paderborner Straße zurückziehen. Diese Aufgabe wird nun der VKA übernehmen. Sein Ziel dort ist die stufenlose Angebotserweiterung für ältere Menschen und ihre Angehörigen in Zusammenarbeit mit den Franziskanerinnen auch über den stationären Bereich hinaus. Gleichzeitig wird sich der Caritasverband im Stadtgebiet Salzkotten und seinen Ortschaften verstärkt der Aufgabe der ambulanten, teilstationären und alternativen Wohnangebote widmen, z.B. durch ambulant betreute Wohngemeinschaften, dezentrale barrierefreie Wohnangebote und sogenannte Häuser der Caritas. Alle drei, die Kongregation, der VKA und der Caritasverband, betonen, dass ein für die Menschen in Salzkotten ausgewogenes, vielseitiges und qualitativ hochwertes Pflege- und Betreuungsangebot nur in der fruchtbaren Ergänzung möglich ist.

In vielen Gesprächen, Bedarfsanalysen und Planungen haben sich die beiden Träger und die Kongregation auf dieses Vorgehen geeinigt. Die „Kehrtwende“ war im Ergebnis unumgänglich. „Vor allem, um für die Menschen in Salzkotten, die Mitarbeitenden und Quartiersbewohnerinnen und -bewohner die beste Lösung zu finden“, sind sich Schwester M. Angela Benoit, Provinzoberin der Franziskanerinnen, Christian Bambeck, Vorstand Caritasverband im Dekanat Büren e.V., und Timo Halbe, VKA-Vorstand, einig.

Zu einer der ersten Maßnahmen gehört der Neubau des Clara-Pfänder-Hauses, um den gesetzlichen Anforderungen einer stationären Altenhilfeeinrichtung zu entsprechen. Es wird auf der gegenüberliegenden Seite des jetzigen Standorts zwischen dem Mutterhaus und dem Marienheim mit 40 Plätzen neu erbaut. Das Marienheim erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, ist daher nicht betroffen und bleibt an seinem Standort.


Zum Hintergrund:

Am 1. Januar 2017 hatte die Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten ihre Gesellschafteranteile an der Marienheim gGmbH fast vollständig an den Verein Katholischer Altenhilfeeinrichtungen e.V. (VKA) Paderborn übergeben. Seitdem betreibt die Marienheim gGmbH als eine von drei Tochtergesellschaften des VKA fünf schon bestehende VKA-Altenhilfeeinrichtungen im Hochstift. Mit den beiden Altenhilfeeinrichtungen in Salzkotten wird sich die Anzahl der stationären Häuser in der Region Paderborn auf sieben erhöhen. Insgesamt wird der VKA ab Mitte des Jahres im 25. Jahr seines Bestehens 22 stationäre Einrichtungen im gesamten Erzbistum, vier Tagespflegen und einen ambulanten Dienst unterhalten und betreiben. Mit den 75 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden fast 2100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im VKA tätig sein.